5 Tipps, um Ihre Leser mit Tipplisten zu begeistern

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Die wachsende Bedeutung des Nutzwert-Gedankens hat dazu geführt, dass innovative Darstellungsformen, wie zum Beispiel Tipplisten, zunehmend Eingang in die Medien finden. Eine Chance, die Sie nutzen sollten.

Wenn es darum geht, ein bestimmtes Thema in den Print- oder Online-Medien zu platzieren, kommt den meisten Content-Marketing-Verantwortlichen reflexartig der klassische Artikel in den Sinn: kurze Einleitung, dann 2.000 Zeichen Fließtext, in dem dann irgendwo die gewünschte Botschaft verpackt ist. Das Ganze noch mit einer knackigen Headline und schönem Bildmaterial versehen – fertig.

Kann man so machen – und in vielen Fällen wird dieses Vorgehen auch funktionieren. Doch es gibt spannende Alternativen zum „guten alten“ Fließtext-Artikel. Ein äußerst beliebtes journalistisches Content-Format ist die Tippliste – auch Listicle genannt. Sie gibt es schon seit Längerem im Internet, erfreut sich aber auch in Zeitschriften und Zeitungen einer immer größeren Verbreitung.

Das Format der Tippliste

Die Tippliste beginnt zumeist mit einer kurzen Einleitung, die das Thema und die Problemstellung umreißt. Im Hauptteil werden dann die besten Ratschläge – durch Rangzahlen voneinander abgesetzt – aufgeführt (zum Beispiel: 7 Tipps, die Sie bei der Online-Bestellung von Lebensmitteln beachten sollten). Bedarfsweise wird das Format durch ein Fazit oder eine übergeordnete Empfehlung abgerundet. Für Ihre Content-Marketing-Kampagne bieten Tipplisten gegenüber klassischen Fließtext-Artikeln insbesondere folgende fünf Vorteile:

Die 5 Vorteile der Tippliste:

1. Tipplisten machen Spaß

Schon allein die Überschrift („die X wichtigsten Tipps für…“) signalisiert dem Leser: Hier bekomme ich konkrete Hilfe. Keine epischen Problemanalysen, sondern konkrete Empfehlungen, kompakt auf den Punkt gebracht. Das macht Lust zum Weiterlesen. Und auch innerhalb des Textes wird es dem Leser leicht gemacht. Durch die klare Untergliederung in die einzelnen Tipps (1., 2., 3., …) kann sich der Leser bestens orientieren. Dies erleichtert ihm zusätzlich das Verständnis der ansonsten vielleicht eher trockenen Materie.

Und auch Sie als Content-Ersteller profitieren von dieser klaren Struktur. Denn das Erstellen einer Tippliste geht erfahrungsgemäß einfacher von der Hand als ein Fließtext-Artikel, da Sie sich zum Beispiel keine dramaturgischen Überleitungen von einem Aspekt zum nächsten überlegen müssen.

2. Tipplisten sind bei Redakteuren beliebt

In den Service- und Verbraucherredaktionen hat sich in den vergangenen Jahren ein bemerkenswerter Wandel vollzogen. Früher wurden so nüchterne Themen wie Mietkosten-Nebenabrechnungen, Steuererklärungen oder Wärmedämmungen zumeist in ebenso drögen Artikeln abgehandelt. Mag sein, dass der Inhalt wertvolle Informationen enthielt. Nur, wie viele Leser wollten sich durch solche Artikel quälen? Wertig heißt eben noch lange nicht nutzwertig. Vermeintlich trockene Verbraucherthemen – so die neue Erkenntnis – können durchaus attraktiv umgesetzt werden. Heutzutage gibt es daher kaum mehr eine Zeitung oder Zeitschrift, die sich nicht den Lesernutzwert ganz groß auf ihre Fahnen geschrieben hat. Und Tipplisten stehen da bei den Service-Redakteuren auf der Attraktivitäts-Liste ganz oben.

3. Mit Tipplisten können Sie perfekt Ihre Botschaften transportieren

Wir dürfen natürlich nicht vergessen, dass Sie mit Ihrem Content-Angebot ein ganz bestimmtes Kommunikationsziel verfolgen: Sie wollen eine Botschaft vermitteln, Ihren Unternehmensnamen platzieren oder auf eine in diesem Zusammenhang relevante Problemlösung Ihres Hauses aufmerksam machen. Hierzu bieten Tipplisten hervorragende Möglichkeiten. So können Sie beispielsweise in einem Ihrer Ratschläge einen bestimmten Aspekt herausstreichen, bei dem Ihr Produkt eine besondere Stärke oder gar ein Alleinstellungsmerkmal aufweist. Auch ein Expertenzitat aus dem Mund eines Ihrer Fachleute lässt sich im Zusammenhang mit einem Tipp gut und redaktionell passend unterbringen.

4. Tipplisten bieten hervorragende Crossmedia-Chancen

Tipplisten eignen sich ideal zur Überleitung von Print auf Online: Oft haben Sie nämlich nicht nur drei oder fünf, sondern vielleicht sieben oder gar zehn Tipps zu bieten. Dann können Sie zum Beispiel einen Teil der Tipps für Ihren Print-Content verwenden. Dort ist ja erfahrungsgemäß die Zeichenanzahl für einen Artikel oft eng begrenzt, sodass Sie sich vermutlich ohnehin auf eine Kurzform beschränken müssen. Genau dies bietet Ihnen aber die Möglichkeit, mit einer eleganten Crossmedia-Überleitung vom Printartikel auf eine Internet-Adresse zu verweisen, wo der interessierte Leser weitere Tipps studieren kann. Wir von djd haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass gerade der Hinweis auf weitere Tipps ein sehr geeigneter Gimmick ist, um die Conversion von Print zu Online zu befördern.

5. Bei Tipplisten ist SEO praktisch schon eingebaut

Bei Tipplisten können Sie quasi gar nicht anders, als verbraucherorientiert zu schreiben. Denn sowohl die Über- und Unterüberschriften als auch die einzelnen Tipps sind in aller Regel so formuliert, dass Sie die wesentlichen Fragen zum jeweiligen Themengebiet aus Verbrauchersicht aufgreifen. Und genau das honorieren Suchmaschinen. Beispiel: Angenommen, Sie haben Ihren Online-Artikel zu „7 Tipps, wie Sie online Lebensmittel bestellen“ verfasst. Dann stehen die Chancen gut, dass Ihr Content, sobald ein User in den Suchschlitz von Google eingibt: „Wie bestelle ich Lebensmittel online?“, bei den daraufhin angezeigten Suchergebnissen relativ weit oben steht. Einfach, weil Ihr Artikel durch die Tipplisten-Struktur von vornherein so konzipiert ist, dass er auf die drängendsten Fragen der Verbraucher prägnante Antworten liefert. Und genau das lieben Google & Co.

Sicher wird auch weiterhin der klassische Fließtext-Artikel oft das Mittel der Wahl im Rahmen Ihrer Content-Marketing-Kampagnen bleiben. Gerade bei Verbraucherthemen lohnt es sich, in jedem Einzelfall genau zu prüfen, ob Sie Ihre Zielgruppe nicht besser mit einer exklusiven und nutzwertigen Tippliste überraschen können. Ihre Leser und User werden es Ihnen danken.

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Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller

ist seit über 20 Jahren in geschäftsführenden Funktionen innerhalb der Medienbranche tätig (Online, Print und TV) mit Schwerpunkt auf den Gebieten Content und Business Development. Seit 2014 ist Enno Müller Inhaber und Geschäftsführer der djd.

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