Infokasten: kleine Box, große Wirkung

Auschnitt Zeitschrift mit Früchtecocktail und Infokasten zur Zubereitung
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Wer Content Marketing betreibt, hat eine Menge zu berücksichtigen: die Kernbotschaft, griffige Formulierungen, interessante Headlines und natürlich attraktive Bilder. Doch ein Element wird oft übersehen: Der Infokasten! Journalisten lieben Infokästen. Worauf hierbei besonders zu achten ist:

Zunächst kurz die Erklärung, was eigentlich ein Infokasten (oft auch Infobox genannt) ist. Ein Infokasten ist ein in aller Regel umrahmter Informationstext, der den Inhalt des Haupttextes ergänzt. In ihm stehen also, oft eher stichwortartig, all jene Daten und Fakten, die im Artikel keinen Raum fanden, für die Leser aber dennoch von Bedeutung sind. Gelegentlich wird der Infokasten auch als Kurzzusammenfassung genutzt. Beispiele für Infokästen:

Ein Infokasten erfüllt damit gleich mehrere Funktionen:

1. Schnelles Erfassen beim Journalisten

Was haben Redakteure nie? – Zeit. Schnelligkeit ist deshalb schon bei der Auswahl der Themen und Artikel Trumpf. Frei nach dem Motto „Fakten, Fakten, Fakten!“ bietet der Infokasten die Chance, die wichtigsten Zahlen, Daten und Stichworte zum Thema schnell erfassbar und übersichtlich zu präsentieren. Das hat zwei positive Effekte beim Journalisten: Zum einen sieht er schnell, welches Thema hier aufbereitet wird, zum anderen schätzt er es sehr, wenn ihm strukturierte Fakten angeboten werden.

2. Mehrwert für Leser und User

Leser schauen zuerst auf Bild und Headline, dann auf hervorgehobene Textteile – oder eben auf den Infokasten. Wie Bild und Headline hat auch der Infokasten immer das Ziel, den Leser stärker für den eigentlichen Artikel zu interessieren. Achten Sie mal beim Durchblättern einer Zeitung darauf: Schon beim ersten Blick auf einen Beitrag wirkt ein Text mit Infokasten serviceorientierter als einer ohne. Das macht ihn attraktiver. Und das sowohl in gedruckter Form als auch auf dem Bildschirm.

3. Mehr Reichweite für das Thema

Auch wenn Sie das als Content-Marketing-Verantwortliche vermutlich gerne anders hätten: Presseartikel werden nicht immer komplett veröffentlicht. Und selbst wenn sie vollständig erscheinen, werden sie von vielen Menschen nicht komplett gelesen. Beides kann bei einem normalen Artikel dazu führen, dass die von Ihnen beabsichtigte Botschaft letztlich viel zu selten wirklich ankommt.

Auch da hilft der Infokasten: Wenn er inhaltlich entsprechend angelegt ist, kommt die Kernbotschaft selbst dann beim Leser an, wenn der eigentliche Artikel gar nicht oder nur stark verkürzt erscheint bzw. nicht durchgelesen wird. Faktisch bedeutet dies mehr Reichweite für Ihre Content-Marketing-Kampagne.

Worauf kommt es beim Infokasten an?

Auch einen guten Infokasten zu erstellen, will gelernt sein. Auf der Erfahrungsbasis von geschätzt mehreren tausend Artikeln mit Infokästen, die wir von djd in den vergangenen Jahren verfasst haben, möchten wir Ihnen hier einige Tipps geben:

  1. Fassen Sie sich extrem kurz! Ein Infokasten muss schnell lesbar sein. Bleiben Sie auf jeden Fall unter 600 Zeichen!
  2. Geben Sie dem Infokasten eine eigene kleine Überschrift!
  3. Arbeiten Sie, wo immer es möglich ist, mit Stichwortaufzählungen!
  4. Beachten Sie bei der Aufbereitung Ihres Infokastens die Unterschiede zwischen Print- und Online! Für Print-Artikel sind formatierte Texte vorzugsweise als normales Word-Dokument in der Regel für die Redaktionen kein Problem.
    Nur ausgefallene Sonderzeichen und ungewöhnliche Schriften sollten Sie besser vermeiden. Für die HTML-Darstellung im Internet hingegen empfehlen wir, reinen unformatierten Text zu verwenden.
  5. Versuchen Sie eine URL in den Infokasten unterzubringen! In aller Regel ist es schwierig bis unmöglich, in einem Infokasten umfangreichere Content-Marketing-Botschaften zu platzieren. Zum einen, weil dazu die verfügbare Fläche einfach zu klein ist. Zum anderen, weil ein Infokasten alles sein darf, nur nicht werblich, sonst hat er beim redigierenden Journalisten in der Regel keine Chance auf Veröffentlichung. Ein denkbarer Kompromiss ist es daher, mit dem Hinweis auf weitere Infos eine Webadresse einzubinden.
    Doch auch hier steckt die Tücke im Detail: Denn wenn Sie dort Ihre eigene Firmen-Website unterbringen möchten, ist diese oftmals zu lang und passt nicht ohne Umbruch in den Infokasten. Oder – was auch sehr häufig passiert – der Journalist streicht Ihnen Ihre Firmen-URL heraus, weil er hinter diesem Link weniger redaktionelle als primär werbliche Absichten vermutet.
    Ein bewährter Weg ist es daher, statt auf die eigene Website auf ein neutrales Verbraucherportal zu verweisen, wo der Leser dann weitere Informationen zum Thema bekommt. Wir von djd bieten unseren Kunden mit unserer Ratgeberzentrale genau eine solche neutrale Verbraucherplattform an.
Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller

ist seit über 30 Jahren in geschäftsführenden Funktionen innerhalb der Medienbranche tätig (Online, Print und TV) mit Schwerpunkt auf den Gebieten Content und Business Development. Seit 2014 ist Enno Müller Inhaber und Geschäftsführer der djd.

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