Content Marketing für Versicherungen: Fallbeispiele statt Tarife

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Wie sich die Versicherungsbranche in den Medien besser platzieren kann

„Staubtrockene“ und unverständliche Versicherungs- oder Finanzthemen sowie das Klischee des Versicherungsvertreters, der Verbrauchern an der Haustür teure und unnötige Policen andreht, machen es Versicherungen schwer. Eine Branche mit großen Nachwuchsproblemen kämpft um ihren Ruf. Wir zeigen Ihnen anhand von Fallbeispielen, wie die Versicherungsbranche mit Content Marketing positiv wahrgenommen wird. Man könnte meinen, dass es für Versicherungen und Finanzdienstleister ausreiche, einfach viel mehr die PR-Trommel zu rühren. Diese naheliegende Möglichkeit ist allerdings eher eine Scheinlösung, wie wir Ihnen gleich aufzeigen:

Einfach mehr PR für die Versicherung machen?

Dieser Ansatz funktioniert nur begrenzt. Denn Redaktionen drucken – nicht zuletzt aus den vorgenannten Gründen – eher ungern Finanzthemen und schon gar keine Versicherungstarife ab. Zudem reicht es in aller Regel nicht aus, in einer Pressemitteilung einfach den eigenen Tarif als den besten in der Branche anzupreisen. Groß ist dann die Enttäuschung, wenn Sie als Verantwortlicher vergeblich in den Zeitungen nach Ihrem Artikel suchen. Und es hilft es Ihnen auch nicht weiter, wenn Ihre Pressemitteilung zwar abgedruckt, aber stark gekürzt und womöglich ohne Nennung Ihrer Versicherung erscheint.

Der Grund hierfür ist einfach: Kaum ein Unternehmen weist heutzutage noch einen USP, also ein Alleinstellungsmerkmal, auf. Zu beinahe jeder Versicherungsart findet man auf dem Markt unzählige Pendants. Diese weichen meist nur minimal in den Eurobeträgen voneinander ab. Feine Nuancen in der Vertragsausgestaltung sowie Versicherungsleistung sind für den Verbraucher zwar relevant, aber für Redaktionen eher nicht interessant. Abgesehen davon sorgen Zeitschriften wie „Finanztest“ regelmäßig dafür, die Policen zahlreicher Versicherer aus Verbrauchersicht unter die Lupe zu nehmen und gnadenlos zu bewerten.

Wie also können Sie dieses Dilemma lösen? Aus unserer langjährigen Erfahrung als Content-Marketing-Dienstleister können wir folgenden Lösungsweg empfehlen:

Ihre Versicherung als Problemlösung anbieten

Redakteure aller Mediengattungen sind höchst kritisch, wenn jemand sein Produkt oder Dienstleistung als die allein glückselig Machende darstellt. Aus langjähriger Erfahrung beraten wir von djd Versicherungen und Finanz-Dienstleister dahingehend, ihre Artikel leserbezogen zu schreiben. Dabei steht immer eine Frage im Vordergrund: Welches Problem könnte ein Zeitungsleser haben – und wie löst möglicherweise das Produkt unseres Kunden dieses Problem?

Unser Tipp für Sie: Schreiben Sie die nächste Pressemitteilung für Ihre Versicherung im Hinblick auf das Problem Ihrer Kunden.

Exklusiver Content für Ihre Versicherung anhand von Fallbeispielen

Aus Erfahrung wissen wir, dass praktische Fallbeispiele aus dem Alltag die Medien und letztlich auch Ihre Leser eher überzeugen als der neueste Tarif Ihrer Versicherung. Heruntergebrochen auf die zahlreichen Versicherungen bedeutet das: Greifen Sie Problemfälle aus dem alltäglichen Leben auf und geben Sie konkrete Tipps, wie der Verbraucher solche vermeiden kann. Zeigen Sie auch auf, wie der Verbraucher im Schadensfall an sein Geld beziehungsweise an seine Entschädigung kommt. Denken Sie weniger als Versicherung und mehr als Verbraucherschützer.

Unser Tipp für Sie: Lassen Sie einen namentlich benannten Unternehmenssprecher oder Experten die Tipps geben. So machen Sie auf Ihre Versicherung aufmerksam. On top verweisen Sie auf Ihre Firmenwebsite, wo der Leser sich beispielsweise entsprechende Ratgeber herunterladen kann.

Aus der djd-Redaktion: Fallbeispiele für Versicherungen

Für die Spartenversicherung

  • Kfz-Kasko: Schildern Sie einen typischen Verkehrsunfall und geben Sie Ratschläge, wie man versicherungstechnisch vorgeht.
  • Haftpflicht: Erläutern Sie den Fall, wenn ein freiwilliger Helfer beim Umzug stürzt oder wer dafür aufkommt, wenn ein Umzugsgegenstand beschädigt wird.
  • Reise: Erklären Sie, welche Fälle als Reiserücktrittsgrund anerkannt werden. Oder gehen Sie darauf ein, welche Versicherungen zusätzlich im Urlaub sinnvoll sind.
  • Gesundheit: Weisen Sie auf die Vor- und Nachteile von „privater“ und „gesetzlicher“ Versicherung hin.
  • Pflege: Klären Sie über die verschiedenen Pflegestufen auf und geben Sie Tipps, bei welchen Ämtern man zusätzliche Unterstützung bekommt.
  • Sterbegeld: Schildern Sie, welche Ausgaben und Formalitäten bei einem Todesfall anfallen.
  • Berufsunfähigkeit: Erklären Sie, welche Fälle anerkannt werden. Oder schildern Sie, wie das Verfahren abläuft.

Für globale Anbieter

  • Patchworkfamilie: Geben Sie Tipps, bei welchen Versicherungen es sinnvoll sein kann, diese zusammenzulegen.
  • Senioren: Klären Sie darüber auf, welche Versicherungen im Alter nicht mehr sinnvoll sind – und welche unabdingbar sind.
  • Studenten: Erläutern Sie, wie wann eine Familienversicherung durch eine eigene Police ersetzt werden muss.
  • Versicherungsstreit: Schildern Sie, wie ein Schlichtungsverfahren vonstatten geht oder wann ein Ombudsmann konsultiert werden muss.
  • Berufsbild Versicherungskaufmann: Überzeugen Sie Bewerber von Ihrem Beruf anhand von Schilderungen zum Ausbildungsverlauf oder zu Möglichkeiten der Weiterbildung und Spezialisierung.

Fazit: Content Marketing für Versicherungen

Die Themenvielfalt für Versicherungen ist also nahezu unerschöpflich. Und das Ergebnis ist zusätzlich, dass Sie auf diese Weise Earned Media geschaffen haben. Denn der jeweilige Redakteur erkennt die Hilfestellung für seinen Leser und entscheidet sich für einen freiwilligen Abdruck.

Große Versicherungen haben zudem längst die Wichtigkeit von Namens-PR erkannt. Unterstützen Sie also Ihre Content-Marketing-Aktivitäten mit der Analyse von regelmäßigen, selbst initiierten Umfragen oder Studien. So haben Sie die Chance, dass Ihre Leserschaft eine bestimmte Lebenssituation automatisch mit Ihrer Versicherung in Verbindung bringt. Und dieses legale Ziel erreichen Sie nur mit Tipps und Fallbeispielen, nicht mit Tarifen.

Thomas Ollmert

Thomas Ollmert

verantwortet den Bereich Medienkooperation.

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