5 Fakten über Anzeigenblätter, die Sie unbedingt wissen sollten

Junger Mann liest Anzeigenblätter
Foto: djd/Fotolia/wavebreakmediamicro
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Sie haben eine Wochenauflage von über 80 Mio., decken damit nahezu jeden Haushalt ab und erzielen ein jährliches Werbeumsatzvolumen von fast 2 Milliarden Euro. Die Rede ist von Anzeigenblättern. Und dennoch ranken sich um diese wichtige Mediengattung viele Vorurteile. Höchste Zeit, dies zu ändern.

Wenn Sie mit Kundenakquise zu tun haben, dann werden Sie das vermutlich kennen: Im Rahmen eines Verkaufsgesprächs gibt es bestimmte Momente, da wissen Sie schon vorher: wenn Sie das und jenes jetzt sagen, könnte es sein, dass die Stimmung im Gespräch mit dem Kunden kippt. Oftmals ist es der Preis oder lange Lieferzeiten. Auch bei uns von djd gibt es eine solche „Klippe“ im Verkaufsgespräch. Und zwar, wenn wir dem Interessenten im Rahmen unserer Auflagengarantien erläutern, dass neben Tageszeitungen und Zeitschriften ein großer Teil dieser Auflage durch Wochen- und Anzeigenblätter realisiert wird.

Manchmal treten wir beim Gegenüber eine Diskussion los: „Anzeigenblätter? Die liest doch keiner!“, lautet beispielsweise der Einwand. Da ist es hilfreich, vom eigenen Nutzerverhalten zu abstrahieren und Fakten sprechen zu lassen. 5 Erkenntnisse, die manch hartnäckiges Vorurteil widerlegen und die Sie kennen sollten:

1. Fakt: Anzeigenblätter werden gelesen!

Viele Leute glauben, Anzeigenblätter werden schnell durchgeblättert, ehe sie im Altpapier landen. Fakt ist: Die Leser verbringen im Durchschnitt fast eine halbe Stunde mit der Lektüre von Anzeigenblättern (BVDA-Studie). Und dabei beschränkt sich die Lesemotivation keineswegs auf die Werbeanzeigen und Prospektbeilagen. Im Gegenteil: die allermeisten in dieser Studie Befragten gaben an, die Anzeigenblätter aus Interesse an den redaktionellen Inhalte (wie der lokalen Berichterstattung, Tipps zur Freizeitgestaltung, Sportergebnisse) zu lesen. Auch wandert das Anzeigenblatt nach der Erstlektüre nicht sofort in den Müll, sondern wird in aller Regel vom Leser mehrfach (im Schnitt 2,2 mal) zur Hand genommen.

2. Fakt: Anzeigenblätter werden von der Mittelschicht gelesen

Ein weiteres Vorurteil besteht darin, dass Anzeigenblätter die „Zeitung der kleinen Leute“ sei. Also für all jene Menschen, die sich keine „richtige“ (sprich: kostenpflichtige) Zeitung leisten können. Falsch! Die Leserstruktur von Anzeigenblättern spiegelt ziemlich exakt die Gesamtbevölkerungsstruktur Deutschlands wider. Und das bedeutet: die Mehrheit der Leser (rund 60 %) entstammen der sogenannten Mittelschicht mit einem monatlichen Netto-Haushaltseinkommen zwischen € 1.500,- und € 4.000,- (BVDA-Studie).

3. Fakt: Anzeigenblätter sind beliebt

Es gibt Produkte, die man belächelt, deren regelmäßige Nutzung man vielleicht sogar leugnet, die aber häufig in Anspruch genommen werden und beim Verbraucher einen festen Platz im Leben haben. McDonald’s ist so ein Beispiel. Oder die Bild-Zeitung. Anzeigenblätter zählen wohl auch dazu. Oder haben Sie schon mal im Freundes- oder Bekanntenkreis von jemandem gehört, der begeistert von seinem Anzeigenblatt berichtet hätte?

Und dennoch haben die Anzeigenblätter bei vielen Verbrauchern einen hohen Stellenwert in der wöchentlichen Mediennutzung. Rund zwei Drittel aller Leser würden ihr Anzeigenblatt “sehr stark” und “stark” vermissen, wenn sie es nicht mehr bekämen (BVDA-Studie). Dabei schätzen die Menschen vor allem die Lokalkompetenz, den Nutzwert und die Glaubwürdigkeit der angebotenen Informationen (IfD-Studie). Wenn das keine ideale Plattform für Ihr Content Marketing ist!

4. Fakt: Mit Anzeigenblättern erreichen Sie den idealen Verbraucher

Sie bieten Produkte oder Dienstleistungen für Verbraucher an? Dann erreichen Sie mit den Lesern von Anzeigenblättern genau die richtige Zielgruppe. Zum einen wegen der enormen Abdeckung: die rund 1.650 verschiedenen Titel (Gogol-Studie) erreichen 92 % der deutschen Haushalte (IfD-Studie). Zum anderen, weil über 70 % aller Anzeigenblattleser

  • mindestens einmal pro Woche beim Discounter,
  • mindestens einmal pro Monat in einem Drogeriemarkt und
  • mindestens einmal pro Monat in einem Baumarkt einkaufen (BVDA-Studie).

Das sind über 20 Mio. Frauen und Männer, eine gigantische Reichweite.

5. Fakt: Anzeigenblätter eignen sich ideal für Crossmedia-Kampagnen

Fast zwei Drittel der Anzeigenblattlesern nutzen das Internet. Auch hinsichtlich der Intensität sowie der inhaltlichen Präferenzen bei der Internetnutzung unterscheiden sich Anzeigenblattleser nicht von der Gesamtbevölkerung. Vor diesem Hintergrund machen also auch im Rahmen von Anzeigenblättern Crossmedia-Kampagnen Sinn. Crossmedia heißt: Sie kombinieren Ihren Printartikel mit einem entsprechenden Querverweis auf weiterführende Informationen oder attraktive Gimmicks.

Fazit

Wie Sie sehen, sind Anzeigenblätter für Sie als Kommunikationsentscheider keinesfalls Zeitungen zweiter Klasse. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine spannende und effiziente Mediengattung, die sich für Content Marketing-Kampagnen vor allem dann hervorragend eignet, wenn Sie den Verbraucher als Zielgruppe adressieren möchten.

Inzwischen erkennen dies auch immer mehr unserer Kunden. Und so verwandelt sich das Anzeigenblatt im Rahmen unserer Verkaufsgespräche von der eingangs erwähnte Verkaufsklippe allmählich in das, was es eigentlich ist: ein hochinteressantes Feature.

Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller ist Inhaber und Geschäftsführer der djd GmbH & Co. KG.

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