Kunden-Newsletter: Content Marketing frei Haus

Kunden-Newsletter im Content Marketing geschickt nutzen.
Foto: djd/Unsplash Daniel von Appen
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Newsletter? Gibt es die überhaupt noch? Und ob! Ein Kunden-Newsletter gehört zu einer guten Content-Marketing-Strategie, denn er bereichert die Kundenbeziehung zum Unternehmen. Vorausgesetzt, er ist gut gemacht. Wir geben Ihnen einen Überblick und zeigen auf, welche Spielarten es gibt.

Spätestens seit es E-Mails gibt, setzen zahlreiche Firmen die Möglichkeit der regelmäßigen Zielgruppen-Ansprache für sich ein. E-Mails kosten kein Porto – und erreichen den Leser überall. Mit dem Aufkommen der Sozialen Medien ist das Thema zwischenzeitlich etwas in den Hintergrund geraten. “Warum soll ich noch E-Mail-Newsletter verschicken, wenn ich doch täglich meine Zielgruppe via Facebook & Co. erreichen kann?“, so die Überlegung.

Mittlerweile jedoch wird eine organische Reichweite über die Sozialen Medien schwieriger. Ein Kunden-Newsletter erreicht also mehr Ihrer Kunden als ein Facebook-Post. Daher hat der Kunden-Newsletter als zentrales Instrument wieder an Bedeutung gewonnen. Wir möchten Ihnen deshalb zeigen, wie Sie mit einfachen Mitteln einen professionellen und für den Kunden nutzwertigen Newsletter erstellen.

Was ist ein Kunden-Newsletter?

Unter einem Newsletter verstehen wir ein kostenfreies Rundschreiben mit zielgruppenspezifischen Informationen, welches an Kunden, Mitglieder und Interessierte verschickt wird. Dabei konzentrieren wir uns in den weiteren Ausführungen auf per E-Mail versendete Newsletter, die sich an Verbraucher richten.

Der Nutzen von Kunden-Newslettern

Newsletter eignen sich ideal zur Ansprache jener Verbraucher, die sich intensiver mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung befassen möchten. Richtig eingesetzt, stiftet ein Newsletter für Sie als Unternehmen gleich vierfachen Nutzen:

  1. Kundenbindung: Mit einem Newsletter treten Sie regelmäßig und direkt in Kontakt zu Ihren Kunden. Anders als bei einer Website, die Ihr Kunde aktiv besuchen muss, gehen Sie mit einem Newsletter proaktiv selber auf Ihre Zielgruppe zu. Sie persönlich haben es in der Hand, wie oft und mit welchen Inhalten Sie Ihre Adressaten kontaktieren. Dadurch können Sie eine sehr intensive und lang anhaltende Kundenbindung herstellen.
  2. Permanente Begleitung während der Customer Journey: Kunden-Newsletter lösen ein gravierendes Marketingproblem: Sie wissen meist nicht, wo genau sich der Verbraucher innerhalb seiner Customer Journey befindet – wann er also kaufbereit ist. Indem Sie Ihre Zielgruppen-Verbraucher via Newsletter permanent kontaktieren, stehen die Chancen gut, dass sie Sie auch dann auf dem Schirm haben, wenn es darauf ankommt. Mit anderen Worten: Gut möglich, dass manche Ihrer Kunden Ihren Newsletter über längere Zeit hinweg gar nicht lesen, sondern einfach wegklicken. Solange der Kunde den Newsletter nicht abmeldet, ist dies nicht weiter tragisch. Denn trotz allem kommt es zu einem regelmäßigen Kontakt mit Ihrer Marke. Und zum gegebenen Zeitpunkt denkt der Empfänger dann an Sie.
  3. Lead-Generierung: Kunden-Newsletter sind eine hervorragende Möglichkeit, E-Mail-Adressen von Ihren Interessenten und Kunden zu erhalten. Für viele Unternehmen ist der Kunden-Newsletter das wichtigste Instrument zur Generierung von Leads. Unser Tipp: Platzieren Sie auf Ihrer Website einen Call-to-Action, der zur Anmeldung des Newsletters führt.
  4. Gute Messbarkeit: Wie Ihr Newsletter bei Ihren Kunden ankommt, können Sie hervorragend messen. Wesentliche Kenngrößen hierfür sind die Öffnungs- und Klickraten. Die Öffnungsraten geben an, wieviel Prozent der Adressaten Ihren Newsletter überhaupt geöffnet hat. Die Klickraten zeigen Ihnen, wieviel Prozent jener Adressaten, die Ihre Mail geöffnet haben, auch die darin angebotenen weiterführenden Links angeklickt haben.

Die drei Formen des Kunden-Newsletters

Je nach Zielsetzung haben sich unterschiedliche redaktionelle Spielarten von Newslettern herausgebildet:

1. Newsletter als „Insider-Report“

Bei derartigen Newslettern informiert das Unternehmen seine Leser über Neuigkeiten aus dem eigenen Hause. Vorteil für Sie als Newsletter-Herausgeber: Ein solcher Newsletter bietet exklusive Inhalte und ist redaktionell meist einfach erstellt. Der Grund: Die Inhalte speisen sich in der Regel aus Text- und Bildmaterial, das seitens der PR-Abteilung, ohnehin vorliegt.

Problem: Bei diesem Konzept stellt sich stets die Frage der Kundenrelevanz. Wenn Sie es mit einem ausgesprochenen Kultprodukt zu tun haben, oder Ihr Unternehmen per se permanent spannende Inhalte erzeugt, kann dies durchaus gelingen. Zum Beispiel bei einem bekannten Fußballverein, einem Zoo oder einer Event-Agentur. In den meisten Unternehmen jedoch sind diese Voraussetzungen nicht gegeben. Und dann ist es fraglich, ob sich Ihre Kunden wirklich dafür interessieren, dass der Bürgermeister bei der Eröffnung Ihrer neuen Fertigungshalle zugegen war.

2. Newsletter mit selbst recherchierten Brancheninfos

Bei diesem Newsletter-Konzept geht es um exklusive, vom Unternehmen selbst recherchierte Berichte aus der Branche oder um aktuelle Infos rund um die Produktpalette. Der Vorteil für die Leser: Je nach Machart und Themenauswahl kann es sich um einen äußerst nutzwertigen Newsletter handeln.

Der Nachteil für Sie als Herausgeber: Solche Newsletter sind sehr aufwändig in der redaktionellen Erstellung. Regelmäßig Themen zu recherchieren und leserfreundlich aufzubereiten, erfordert viel Zeit und journalistisches Know-how. Daher eignet sich ein solches Newsletter-Format primär für solche Unternehmen, die ohnehin über eine eigene redaktionelle Infrastruktur verfügen und die mit dem Newsletter ganz bewusst ihre redaktionelle Kompetenz unter Beweis stellen möchten.

3. Newsletter als Verbindung zum Blog

Eine ebenfalls beliebte Variante des Newsletters besteht in der Verknüpfung von Newsletter und Unternehmensblog. Der Newsletter setzt sich aus mehreren Teasern zusammen, die auf die jüngsten Beiträge Ihres Corporate-Blog verlinken. Vorteil für Sie als Newsletter-Herausgeber: Die Erstellung eines solchen Newsletters erfordert vergleichsweise wenig Aufwand. Gleichzeitig erhöhen Sie dadurch die Visits auf Ihrem Blog.

Vorteil für Ihre Leser: Diese können sicher sein, keinen Ihrer wertvollen Blogbeiträge zu verpassen. Wenn Sie also bereits über einen regelmäßigen Unternehmensblog verfügen, ist diese Kunden-Newsletter-Variante eine gute Option. Unser eigener Themenmacher-Newsletter ist genau so ein Format.

Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller

ist seit über 30 Jahren in geschäftsführenden Funktionen innerhalb der Medienbranche tätig (Online, Print und TV) mit Schwerpunkt auf den Gebieten Content und Business Development. Seit 2014 ist Enno Müller Inhaber und Geschäftsführer der djd.

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