7 Tipps für die Konzeption eines erfolgreichen Kunden-Newsletter (Teil 3)

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Welche Vorteile ein Kunden-Newsletter mit sich bringt, wissen Sie bereits. Wie man ihn so schreibt, dass er bei Ihrer Zielgruppe ankommt, ebenfalls. Lesen Sie im dritten und letzten Teil dieser Blogserie, worauf Sie bei der Konzeption Ihres Kunden-Newsletters sonst noch unbedingt achten sollten.

Wie bei jedem anderen Content-Marketing-Instrument, gibt es auch beim Kunden-Newsletter einige grundlegende Erfolgsfaktoren zu beachten. Wir haben Ihnen hier die unserer Erfahrung nach sieben wichtigsten zusammengestellt:

1. Wer genau ist Ihr Adressat?

Bevor Sie voller Eifer Ihren ersten Kunden-Newsletter verfassen, sollten Sie sich fragen, wer genau Ihre Zielgruppe sein soll. Oder haben Sie schon einmal eine E-Mail verfasst und erst im Nachhinein überlegt, an wen Sie sie eigentlich schicken wollen? Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Möchten Sie mit Ihrem Newsletter alle Ihre Kunden kontaktieren oder nur eine bestimmte Teilmenge?
  • Welchen Bedarf haben diese Menschen?
  • Welches Vorwissen können Sie bei Ihren Adressaten voraussetzen?

Ideal ist es, wenn Sie zur Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen bereits auf hausintern definierte Personas zurückgreifen können. Wenn nicht, wäre dies vielleicht der ideale Anlass, mittels der Persona-Methode Ihre Zielgruppe genauer unter die Lupe zu nehmen.

2. Ihr Newsletter sollte auch mobil genutzt werden können!

Dieser Aspekt wird oft unterschätzt: Fast die Hälfte aller E-Mails wird inzwischen mobil konsumiert. Achten Sie darauf, dass Ihr Kunden-Newsletter auch auf diesen Endgeräten gut gelesen werden kann und die Verlinkungen sauber funktionieren.

3. Belohnen Sie Neuanmeldungen mit Goodies!

Sich für einen Newsletter anzumelden, kostet den Nutzer zunächst eine gewisse Mühe und Überwindung. Er muss sich Zeit für die Anmeldung nehmen und überhaupt bereit sein, Ihnen seine Kontaktdaten zur Verfügung zu stellen. Da kann es nicht schaden, wenn Sie Ihren Interessenten einen zusätzlichen Anreiz bieten, der ihnen hilft, diese Hemmschwelle zu überwinden. Das kann  ein Einkaufsgutschein, ein Whitepaper oder die Einladung zu einem ansonsten kostenpflichtigen Webinar sein.

4. Sorgen Sie für einen regelmäßigen Newsletterversand

Schreiben Sie Ihren Kunden-Newsletter nicht nur sporadisch, dann, wenn Ihnen gerade mal etwas einfällt. Planen Sie vielmehr die regelmäßige Newsletter-Erstellung fest in Ihren Arbeitsrhythmus ein. Idealerweise sollten die Abonnenten Ihren Newsletter regelrecht erwarten. Mehr als sechs Wochen sollten nicht zwischen dem Erscheinungsdatum zweier Newsletter liegen. Dies ist wichtig, um sich sukzessive in das Bewusstsein Ihrer Verbraucher „einzugraben“. Ob es umgekehrt hinsichtlich der Newsletterfrequenz eine kritische Obergrenze gibt, hängt von Ihren Inhalten ab.

Wenn Sie wirklich Tag für Tag etwas Nützliches Ihrer Zielgruppe zu bieten haben, wird sie dies vermutlich kaum als Spam empfinden. Hier ist allerdings eher die Frage, ob Sie eine solch hohe Frequenz allein vom redaktionellen Aufwand her durchhalten können. Daher empfehlen wir, hier lieber erstmal vorsichtig anzufangen. Wenn Sie merken, dass Ihre Zielgruppe mehr Informationen möchte und Sie dies auch organisatorisch gestemmt bekommen, können Sie die Frequenz später immer noch steigern.

5. Achten Sie auf die richtige Zeit des Newsletter-Versands!

Für den Erfolg oder Misserfolg eines Newsletters sind oft auch vermeintliche Details entscheidend. So zum Beispiel die Frage, ob Sie Ihren Newsletter montags um 09:00 Uhr, dienstags um 15:00 Uhr oder samstags um 21:00 Uhr verschicken. Was hier besser oder schlechter funktioniert, hängt maßgeblich von Ihrer Zielgruppe ab. Letztlich geht es um die Frage, wann Ihre Adressaten mutmaßlich online sind.

Das wird bei berufstätigen Singles anders sein als bei Silver Agern. Hier lassen sich kaum allgemeingültige Empfehlungen geben. Selbst die Expertenmeinungen gehen hier weit auseinander. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen daher nur raten, experimentierfreudig zu sein und verschiedene Versandzeiten auszuprobieren. Wenn Sie anschließend die Ergebnisse sorgfältig analysieren, werden Sie sich Schritt für Schritt Ihrem individuellen Optimum nähern.

6. Werten Sie Ihre Newsletter sorgfältig aus

Wie schon an früherer Stelle erwähnt, liegt ein wesentlicher Vorteil des Newsletters in seiner guten Messbarkeit. Nutzen Sie also diese Chance und überprüfen Sie regelmäßig die Ergebnisse Ihres Kunden-Newsletters. Durch die systematische Auswertung von Öffnungs- und Klickraten bekommen Sie recht schnell ein Gefühl dafür, wie Ihr Content bei der Zielgruppe ankommt, welche Themen auf besonderes Interesse stoßen und welche nicht. Diese Erkenntnisse können Sie nicht nur für die Gestaltung Ihrer nächsten Newsletter-Ausgabe nutzen. Möglicherweise erhalten Sie dadurch auch grundsätzlich neue Impulse für Ihre künftige Kommunikationsausrichtung.

7. Sorgen Sie für eine rechtlich saubere An- und Abmeldung

Nutzen Sie das Double-Opt-In-Verfahren für die Newsletter-Anmeldung und bieten Sie auch eine gut sichtbare und einfache Möglichkeit zur jederzeitigen Abmeldung. Das ist nicht nur aus rechtlichen Gründen dringend zu empfehlen, sondern stellt auch Ihre Professionalität unter Beweis. Letzteres schafft Vertrauen und führt dazu, dass Ihre Interessenten sich umso eher für Ihren Newsletter anmelden und Ihnen ihre E-Mail-Adressen überlassen.

Apropos Nutzerdaten: Überlegen Sie sich genau, welche Daten Sie von Ihren Newsletter-Abonnenten wirklich benötigen. Es gilt: Je weniger Daten Sie einfordern, desto höher die Anmeldebereitschaft . Unserer Erfahrung nach reichen Name, Vorname und Mailadresse erst einmal völlig aus. Weitere Daten können Sie später, wenn der Abonnent noch mehr Vertrauen zu Ihnen gewonnen hat,  auf anderem Wege erfragen.

Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller

ist seit über 30 Jahren in geschäftsführenden Funktionen innerhalb der Medienbranche tätig (Online, Print und TV) mit Schwerpunkt auf den Gebieten Content und Business Development. Seit 2014 ist Enno Müller Inhaber und Geschäftsführer der djd.

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