Mit der Crossmedia-Strategie zum PR-Erfolg

Crossmedia-Strategie für PR-Erfolg
Foto: djd/panthermedia
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Für viele gibt es entweder Print oder Online. Andere bespielen zwar beide Medien, betrachten sie aber als strikt getrennte Lager. Wir meinen: Wenn Print und Online crossmedial aufeinander abgestimmt werden, lässt sich der PR-Erfolg deutlich steigern.

Neulich bei einem unserer Kunden, einem mittelständischen Finanzdienstleister: „Ich bekomme meine Buchungen am besten über das Internet, das sehe ich aus den Zahlen“, so der dortige Marketing- und PR-Verantwortliche. „Bei Presseveröffentlichungen hingegen weiß ich nie, ob das auch zu Umsatz geführt hat.“ Sätze wie diese hören wir häufiger. Und wenn der Kunde ausschließlich einen Web-Shop betreiben würde, hätten wir ihm wohl auch zugestimmt. Dann nämlich lässt sich der Aufwand für Online-Marketing (zum Beispiel Adwords) und SEO sehr genau mit den darüber generierten Ergebnissen abgleichen. Auf das Wesentliche reduziert lautet hier das Konzept: User bei Google über das Suchergebnis oder über Werbung auf die eigene Seite führen und von dort aus Buchungen machen. Funktioniert. Doch im vorliegenden Fall betreibt der Kunde nicht nur einen Webshop – und dann sieht die Sache schon anders aus.

Dann nämlich springt eine reine Online-Strategie definitiv zu kurz: Sie erreicht nämlich nur jene Nutzer, die aktiv nach dem jeweiligen Thema suchen. Wenn Sie hingegen auch jene Verbraucher erreichen möchten, deren Interesse an Ihrem Thema erst noch geweckt werden soll stoßen Sie im Internet schnell an Grenzen: Die meisten Maßnahmen sind einfach zu kostspielig. Selbst wenn Sie Visits extrem günstig einkaufen, entstehen Ihnen Kosten pro Visit zwischen 10 Cent und einem Euro. Macht bei 1 Million Leser des Informations-Artikels Investitionen in einer Größenordnung zwischen 100.000 bis 1 Million Euro. Gerade für mittelständische Unternehmen scheidet somit eine Breitenkommunikation über das Internet faktisch aus. Was also tun?

Jetzt kommen crossmediale Ansätze ins Spiel, die Print und Online mit Synergie-Effekten kombinieren. Hier ein Vorschlag für einen zweigestuften Crossmedia-Ansatz:

1. Wenn es um Reichweite geht, Print nutzen

Anders als im Internet können Sie im Print eine Auflage von 1 Million Leser  schon ab 2.000 Euro erreichen. Über Printmedien lässt sich also ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland mit überschaubarem Etat abdecken – um auch dort Interesse zu wecken, wo Ihr Stichwort nicht gesucht wird.

Ein weiterer Vorteil von Print: „Schwarz auf weiß“ genießt nach wie vor mehr Vertrauen als das Internet. Vor allem, wenn es redaktionelle Inhalte sind, die nicht als Werbung wahrgenommen werden. Mit Print-PR sorgen Sie dafür, dass Ihr Thema „als neutrale Empfehlung“ Menschen anspricht, die Werbeaussagen nicht so ohne Weiteres glauben. Zu den weiteren Vorteilen von Print lesen Sie unseren seperaten Blogbeitrag 10 Gründe, warum Print noch lange nicht tot ist. So wird der Hinweis auf weitere Information im Web (über eine eingängige URL) besser akzeptiert.

2. Wenn es um Informationsvertiefung geht, Online nutzen

Ausführlich, übersichtlich strukturiert, multimedial, interaktiv – das Internet bietet optimale Möglichkeiten, Ihre Informationen wirkungsvoll aufbereitet zu präsentieren. Hier können Sie jene Interessenten, die sich aus den Millionen Printlesern herausgefiltert haben, gezielt ansprechen und überzeugen.

Sie gewinnen so Kunden, die Sie über Google nicht gefunden hätten. Zugegeben: Mit einem einzigen PR-Artikel wird dieser Effekt noch kaum messbar sein. Kommunikation muss regelmäßig geplant werden, wenn sie die volle Wirkung erzielen soll. Denn wenn Sie immer wieder Millionen von Lesern mit Ihrem Thema ansprechen, wird es Ihnen im Laufe der Zeit gelingen, Ihr Unternehmen, Ihre Marke oder Ihre Dienstleistung systematisch bekannt zu machen.

Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller

ist seit über 30 Jahren in geschäftsführenden Funktionen innerhalb der Medienbranche tätig (Online, Print und TV) mit Schwerpunkt auf den Gebieten Content und Business Development. Seit 2014 ist Enno Müller Inhaber und Geschäftsführer der djd.

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