THEMENmacher.tv: Der richtige Anlass für Ihr Thema

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Wann ist der richtige Zeitpunkt für Ihren Artikel? Das Timing ist wichtig, denn Medien und Verbraucher sind nicht jederzeit für Ihr Thema empfänglich. Mit dem richtigen Anlass im Rücken können Sie den Erfolg Ihrer Content-Marketing-Kampagne deutlich erhöhen.

Content Marketing-Verantwortliche stehen immer wieder vor der Herausforderung, interessante Anlässe für ein bestimmtes Verbraucherthema zu finden. Zwar sind Verbraucherthemen nicht der Tagesaktualität unterworfen und funktionieren somit auch ohne konkreten Anlass. Die Alltagspraxis sieht jedoch anders aus.

Warum ist ein guter Anlass hilfreich?

In der heutigen Medienwelt mangelt es nicht an Content. Und selbst guten Content gibt es mittlerweile im Überangebot. Wenn Sie daher im Earned-Media-Umfeld unterwegs sind, Sie also Ihre Botschaft auf externen Medienplattformen unterbringen möchten, müssen Sie diesen einen guten Grund bieten, warum gerade jetzt Ihr Thema „heiß“ ist. Mit anderen Worten: Geben Sie Ihrem Thema eine aktuelle Relevanz! Nur so kann es sich von den vielen „nice to have“-Contents, die der verantwortliche Redakteur zur Auswahl hat, entscheidend abheben. Und genau hierzu dient der Anlass, in den Ihr Thema eingebettet ist.

Mit dem Anlass ist auch schon der für Ihren Text so wichtige Aufhänger vorgegeben. Darüber brauchen Sie sich also keinen Kopf mehr zu machen. Nehmen Sie Bezug auf den aktuellen Anlass und leiten Sie von dort aus geschickt auf Ihr eigentliches Thema über. Somit können Sie Ihre Leser vom ersten Satz an in Ihren Artikel förmlich hineinsaugen.

6 mögliche Varianten für Ihren Anlass

Was aber können geeignete Anlässe sein? Es gibt mehr als Sie denken. Nach unserer Erfahrung lassen sich insbesondere sechs verschiedene Varianten unterscheiden, und ich bin mir sicher: Egal, welches Produkt oder welche Dienstleistung Sie auch anbieten, es wird bestimmt mindestens eine Variante dabei sein, die auch für Ihr Produkt passt.

1. Variante: Der „Alle Jahre wieder“-Anlass

Dies ist wohl der Klassiker unter den Anlässen. Jedes Jahr gibt es Weihnachten, Ostern, Valentins- und Muttertag. Kochrezepte, Bastelanleitungen und Geschenktipps jedweder Art haben dann Hochkonjunktur. Darüber hinaus gibt es jahreszeitbedingte Phasen, wie zum Beispiel Tipps zur Steuererklärung im Frühjahr, Grillartikel im Frühsommer, Schulausrüstung nach den großen Ferien, der Wechsel der Kfz-Versicherung zum 30.11., etc. Wenn Sie Produkte oder Dienstleistungen haben, die zu derartigen saisonalen Anlässen gehören, dürfen Sie diese Termine nicht verpassen. Sie sind quasi gesetzt. Einen Innovationspreis werden Sie dafür allerdings nicht bekommen und entsprechend groß wird zu diesen saisonalen Hochphasen auch Ihre Content-Konkurrenz sein.

2. Variante: Der kalendarische Anlass

Hiermit meinen wir die besonderen Gedenk- und Aktionstage, die es mittlerweile zu praktisch jedem erdenklichen Anlass gibt. Sie werden oft von den Vereinten Nationen, zum Teil auch von nationalen Institutionen festgelegt. Solche Aktionstage dienen hauptsächlich dem Zweck, die Bevölkerung auf bestimmte gesellschaftliche Problemlagen hinzuweisen, darüber aufzuklären und zu mehr Engagement auf den entsprechenden Gebieten zu motivieren. Die Medien lieben solche Tage, bieten sie ihnen doch die Möglichkeit, auch einmal über etwas zu berichten, das normalerweise nicht unbedingt im Fokus der Berichterstattung steht. Weiterer Vorteil für Sie: die Aktionstage stehen viele Monate im Voraus fest. Das erleichtert Ihnen die redaktionelle Vorbereitung.

3. Variante: Der „Tagesschau“-Anlass

Oftmals bietet auch die aktuelle Nachrichtenlage eine Steilvorlage für Ihr Thema. Ob dauerhaft niedrige Ölpreise, ein neuerlicher Abgasskandal, zunehmende Altersarmut: Wenn Sie in diesem Kontext interessante Lösungsansätze zu bieten haben, ist eine solche Nachrichtenlage ein interessanter Anlass für Ihr Thema. Beachten Sie allerdings, dass es vermutlich einige Wochen dauern kann, bis Sie mit Ihrem Thema in die Medien kommen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich nur auf Anlässe stützen, die für die Allgemeinheit auch später noch von Relevanz sein werden. Sonst kann schnell das Gegenteil dessen eintreten, was Sie eigentlich beabsichtigt hatten: Ihr Artikel wirkt buchstäblich „von gestern“.

4. Variante: Der fachspezifische Anlass

Es müssen nicht immer die großen Meldungen der 20-Uhr-Nachrichten sein. Manchmal sind fachspezifische Neuerungen für Ihr Thema oder Ihre Zielgruppe von viel entscheidenderer Bedeutung. Denken Sie zum Beispiel an neue Technologien, ein aktuelles Forschungsergebnis oder ein wegweisendes Gerichtsurteil. Alles Neuigkeiten, die Ihr Thema in einen aktuellen und für Journalisten und Verbraucher gleichermaßen relevanten Zusammenhang heben und somit einen idealen Ausgangspunkt für Ihren Artikel bilden.

5. Variante: Der „Das hatten wir schon lange nicht mehr“-Anlass

Oftmals sind Service-Journalisten einfach dankbar, wenn sie mal wieder einen neuen thematischen Ansatz angeboten bekommen. Zumindest etwas, das sie schon seit längerer Zeit nicht mehr veröffentlicht haben. Insofern lohnt es sich, die Themenstreuung der für Sie in Frage kommenden Medien zu beobachten, um festzustellen, ob es hier Inhalte gibt, die dort schon lange nicht mehr gelaufen sind. Gut möglich, dass der Journalist Ihren Vorschlag wohlwollend aufgreift.

6. Variante: Die selbst geschaffenen Anlässe

Falls Sie unter den bisher genannten Varianten nichts Passendes gefunden haben oder Sie noch nach weiteren Anlässen suchen – warum kreieren Sie ihn sich nicht selbst? Betreiben Sie Agenda-Setting! Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Geben Sie zum Beispiel eine Umfrage in Auftrag und nehmen Sie deren Ergebnisse zum Anlass für eine Veröffentlichung. Umfragen sind bei Journalisten immer sehr begehrt. Auch werden Sie als Auftraggeber der Umfrage in den Medien genannt und so mit Ihrem Thema automatisch in Verbindung gebracht.

Oder Sie führen eine Experten-Pressekampagne durch. Das sind mehrstündige Telefon- oder Chat-Aktionen, bei denen Sie, zusammen mit zwei, drei anderen Experten den Lesern einer oder mehrerer Zeitungen Rede und Antwort stehen. Solche Leseraktionen bieten sich insbesondere für Themen mit hoher persönlicher Betroffenheit an (Gesundheits- oder Finanzthemen). Sie werden von den Zeitungen meist im Rahmen einer umfangreichen Vor- und Nachberichterstattung begleitet. Dadurch wird letztlich ein Event geschaffen, Ihr Thema ist zum eigentlichen Anlass geworden. Was kann man sich als Content-Marketing-Verantwortlicher Schöneres wünschen!?

Fazit

Wie Sie sehen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich über einen geschickt gewählten Anlass bei den Medien Gehör zu verschaffen. Aus langjähriger Erfahrung wissen wir: Selbst bei vermeintlich unspannenden Produkten kann es gelingen, auch über Jahre hinweg durch immer wieder neue Anlässe eine regelmäßige Medienpräsenz zu erwirken.

Viel Spaß beim Anschauen wünschen Ihnen die THEMENmacher!

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Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller

ist seit über 20 Jahren in geschäftsführenden Funktionen innerhalb der Medienbranche tätig (Online, Print und TV) mit Schwerpunkt auf den Gebieten Content und Business Development. Seit 2014 ist Enno Müller Inhaber und Geschäftsführer der djd.

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