Case Study: Wie wir einen Naturpark in die Medien brachten

Case Study Naturpark Content Marketing
Foto: djd/Unsplash Artem Bali
Print Friendly, PDF & Email

Exotische Reisedestinationen wie Mauritius, die Bahamas oder Hawaii lassen sich in den Medien meist problemlos platzieren. Da ist im Ortsnamen das Fernweh und somit das Leser-Interesse quasi schon eingebaut. Was aber, wenn es sich um vermeintlich unspektakulärere Regionen handelt? Auch dann sind hohe Reichweiten möglich, wie unsere heutige Case Study Naturpark zeigt.

Die Aufgabenstellung

Wir haben einen Kunden, der für die Öffentlichkeitsarbeit eines großen Naturparks in Norddeutschland zuständig ist. Ich muss gestehen, mir sagte der Name des Parks bis vor kurzem nicht viel. Ich hätte ihn nirgendwo auf der Deutschlandkarte verorten können. Und da dies nicht nur mir so ging, haben sich die Kommunikations-Verantwortlichen des Naturparks zum Ziel gesetzt, die Bekanntheit dieser Region durch eine printbasierte Content-Marketing-Kampagne bundesweit zu steigern. Mit beachtlichem Veröffentlichungserfolg! Dieses Resultat war dank der konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Kunden möglich. Hinzu kamen diese vier Erfolgsfaktoren:

Erfolgsfaktor Nr. 1: Vielfältige Attraktionen

Im Falle des Naturparks gelang es uns gemeinsam mit dem Auftraggeber, in kurzer Zeit eine Liste ganz unterschiedlicher Attraktionen zusammenzustellen:

  • Stichwort Natur: Der Naturpark ist einer der größten Rastplätze für Kraniche in Deutschland. Jedes Jahr im Oktober legen hier rund 100.000 dieser beeindruckenden Vögel einen Zwischenhalt ein.
  • Stichwort Geschichte: Im Park befinden sich zahlreiche prähistorische Funde aus der Jungsteinzeit – Großsteingräber, Opfertische und riesige Steinfelder.
  • Stichwort Erlebnis: Den Naturpark durchzieht ein kleiner, malerischer Fluss. Dort lassen sich im Sommer herrliche Paddeltouren durch die unberührte Natur durchführen. Für einen Tag oder auch eine ganze Woche.

Mit anderen Worten: Da ist fast für jeden etwas dabei: für den Naturliebhaber, für Aktivurlauber, für Familien. Diese vielseitige Mischung an Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten galt es für uns, inhaltlich zu nutzen, um das Interesse möglichst zahlreicher Leser zu wecken.

Erfolgsfaktor 2: Die richtige Verpackung der Attraktionen

Eine bloße Ansammlung an touristischen Sehenswürdigkeiten ist nur die halbe Miete. Richtig interessant wird sie erst durch die attraktive Aufbereitung. Und auch da hat unser Kunde Einiges zu bieten, was wir inhaltlich aufgreifen konnten.

So können Tierfreunde die Kraniche nicht nur beobachten, sondern auch im Rahmen von Exkursionen, Vorträgen und Lesungen viel Wissenswertes über diese großen Vögel erfahren. Ähnlich bei den zahlreichen Relikten aus der Steinzeit: Die liegen da nicht einfach nur herum, sondern können bei einer Wanderung durch den dichten Urwald entdeckt werden – bei Fackelschein, mit Musik, Geschichten und einem deftigen Steinzeit-Eintopf zum Abschluss. Und auch die Paddeltouren haben das ein oder andere Extra zu bieten: So weisen speziell für die Kanufahrer angebrachte Beschilderungen auf die zahlreichen Sehenswürdigkeiten rechts und links des Ufers hin. Darüber hinaus laden Stationen eines speziell angelegten Wasserlehrpfades zu informativen Paddelpausen ein.

Diese Aufbereitung macht die Sehenswürdigkeiten für die Leser greifbar, lässt bei ihnen Bilder im Kopf entstehen und gehört daher unbedingt in den Content-Marketing-Text.

Erfolgsfaktor 3: Die Tippliste

Über die Vorteile der Tippliste haben wir an anderer Stelle bereits ausführlich berichtet. Auch bei unserem Naturpark-Kunden haben wir uns dieses Stilmittels bedient und die wichtigsten Highlights von vornherein übersichtlich aufgelistet. Dieser Überblick macht es dem Leser einfacher, sofort einen guten Einstieg zu finden, führt ihn gezielt durch den Artikel und unterstreicht dessen Nutzwert-Charakter.

Erfolgsfaktor 4: Das Bildmaterial

Wie Sie ja schon aus zahlreichen früheren Beiträgen dieses Blogs wissen, kommt im Content Marketing der sorgfältigen Bebilderung eine ganz zentrale Bedeutung zu. Ist es doch oft das Fotomaterial, das letztlich über Veröffentlichung oder Nicht-Veröffentlichung in den Medien entscheidet. So auch in diesem Falle: Wie für viele Touristikanbieter üblich, konnte uns der Kunde eine umfangreiche Auswahl an attraktiven Fotos zur Verfügung stellen, von denen wir uns insbesondere auf jene Bilder konzentrierten, die

  • echte Besonderheiten der Region zeigen (also keine beliebigen Sonnenuntergangs- oder Radfahrerfotos, die von überall her hätten stammen können)
  • auf denen „echte“ Menschen (keine Models) zu sehen sind und
  • die zur Jahreszeit der geplanten Abdrucke passen (in diesem Falle Sommer/Herbst).

Ergebnis

Das Resultat konnte sich sehen lassen: Innerhalb von nur sechs Monaten konnten wir unserem Kunden mit drei Texten eine Gesamtauflage von weit über drei Millionen dokumentieren – in Tageszeitungen, Regionalzeitungen, Anzeigenblättern. Freiwillige Abdrucke, wohlgemerkt. Klassisches earned Media also.

Der Anzeigen-Äquivalenzwert, also das, was der Kunde in etwa hätte bezahlen müssen, wenn er in den jeweiligen Blättern Werbeanzeigen geschaltet hätte, lag bei stolzen € 135.000,-.

Zum Vergleich: Die Content-Marketing-Kampagne kostete den Kunden nicht einmal 5 % davon. Ein weiterer Beleg dafür, wie man mit Kreativität, redaktionellem Handwerk, einem starken Mediennetzwerk und einer guten Zusammenarbeit mit dem Kunden eine breite Medienöffentlichkeit erreichen kann.

Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller ist Inhaber und Geschäftsführer der djd GmbH & Co. KG.

Das könnte Dich auch interessieren …