Was Ihre Zielgruppe wirklich interessiert

Zielgruppe-Interessen im Content Marketing nutzen
Foto: djd/thx
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Verbraucher zu erreichen, ist nicht immer einfach – vor allem wenn es sich um Low Interest Produkte handelt. Lesen Sie, wie Sie mit Kreativität die wahren Interessen Ihrer Zielgruppe ansprechen – und für Ihre Content-Marketing-Strategie nutzen.

Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie sind Hersteller von Dämmstoff-Materialien. Sicherlich kein Produkt, das bei den Verbrauchern ganz oben auf der Interessen-Skala steht. Wie aber gewinnen Sie dennoch die Menschen für Ihr neues Produkt? Hierzu fünf Tipps, die sich mit Sicherheit auf Ihre Produkte oder Dienstleistungen übertragen lassen:

1. Tipp: Wer ist mein Adressat?

Definieren Sie eine grobe Zielgruppe: Sind Frauen oder Männer wichtiger, wenn es um Dämmung geht? Junge Familien oder eher Ältere? Bieten sparsame Menschen oder Umweltbewusste das größere Umsatzpotenzial? So banal es vielleicht klingen mag: Diese Fragen lassen sich in der Regel am besten über Ihre bestehenden Kundenkontakte klären – ob direkt, über Handelspartner oder über Ihre eigene Website. Wer Kundengespräche führt, wird auf diese Fragen die passenden Antworten finden.

2. Tipp: Was beschäftigt Ihre Zielgruppe?

Finden Sie heraus, welche Interessen Ihre Zielgruppe hat. Welches Profil haben Menschen, die ihr Haus dämmen lassen? Wie wichtig sind ihnen Aspekte wie Qualität und Sicherheit oder Trends und Innovation? Sind sie eher für funktionale Darstellungen offen oder sprechen sie eher auf Wohlfühl-Argumente an? Auch diese und ähnliche Fragen sind normalerweise ohne besonderen Aufwand durch Betrachtung der bisherigen Kunden zu klären. Sie müssen aber bewusst gestellt werden, um zu wissen, auf welche Zielgruppen-Profile die Kommunikation ausgerichtet sein soll. Oft müssen mehrere Profile parallel berücksichtigt werden.

Für die unter 1. und 2. genannten Fragestellungen gibt es ein Verfahren, mit dem Sie sich systematisch Ihrer Zielgruppe/n nähern können. Die Rede ist von der Persona-Methode, die wir in zwei separaten Blogbeiträgen ausführlich erläutern.

3. Tipp: Wo informieren sich meine Zielgruppen?

Für die definierten Zielgruppen lassen sich Medienanalysen nutzen, zum Beispiel zu den häufigsten Interessen von Frauen und Männern, Jüngeren und Älteren etc. Für das Internet gibt es groß angelegte Studien, zum Beispiel „So surft das Netz“. Verbände wie BDZV (Zeitungsverleger), VDZ (Zeitschriftenverleger) und BVDA (Anzeigenblatt-Verleger) sowie die Media-Daten der einzelnen Medien geben Auskunft über die Leserprofile.

4. Tipp: Wie verbinde ich das Leser-Interesse mit meinem Kommunikationsziel?

Angenommen, Sie möchten insbesondere die Zielgruppe der Frauen ansprechen und Sie haben im Rahmen Ihrer Recherchen herausgefunden, dass sich Frauen in vielen Medien stark für das Themenfeld „Familie“ interessieren. Wie können Sie nun diese Information in Ihre Content-Marketing-Strategie für das neue Dämmstoff-Produkt einbinden? Ganz einfach: Machen Sie zum Beispiel das Wohlbefinden der Familie und die gute Zukunft für die Kinder zum Thema Ihrer Kommunikation. Analog werden weitere Artikel gebraucht, wenn Sie andere Interessensprofile ansprechen möchten. Vermeiden Sie es jedoch, alle Zielgruppen in einem Text unterbringen zu wollen – das funktioniert nicht.

5. Tipp: Werten Sie die Resonanz aus!

Bei Content-Marketing-Kampagnen, Beiträgen im Internet, Videoclips und Ähnlichem ist es wichtig zu beobachten, welcher Beitrag wie gut angekommen ist. Das liefert Ihnen ständig aktuelle Hinweise auf das Interesse Ihrer Zielgruppen. Dokumentieren Sie Ihre Ergebnisse – sonst stochern Sie für Ihre nächste Kommunikations-Maßnahme im Nebel.

Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller

ist seit über 30 Jahren in geschäftsführenden Funktionen innerhalb der Medienbranche tätig (Online, Print und TV) mit Schwerpunkt auf den Gebieten Content und Business Development. Seit 2014 ist Enno Müller Inhaber und Geschäftsführer der djd.

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