Links des Monats Februar: Gutes Content Marketing

Use Cases: Gutes Content Marketing
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Gutes Content Marketing – für uns bedeutet das, mit gut gemachten, nutzwertigen Inhalten Menschen zu interessieren und begeistern. Aber was ist “gut gemacht”? Die Links des Monats führen diesen Monat zu konkreten Beispielen aus der Content-Marketing-Praxis. Es gibt drei gelungene und ein weniger gelungenes Beispiel zu sehen – und ja, das kommt in den besten Familien vor.

Link 1: Hornbach, der Musterschüler für gutes Content Marketing

Die Baumarktkette Hornbach ist das Paradebeispiel für gut gemachtes Content Marketing. Nicht zuletzt deshalb, weil hier ein ganzheitlicher Ansatz über Mediengrenzen hinweg gefahren wird. Bereits auf der eigenen Website bietet das Unternehmen einen sehr großen Fundus an hilfreichem Content an: Praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen für konkrete Projekte, aufgewertet mit Video-Content, dazu ausführliche Ratgeber zu Materialien.

Augenzwinkernd auf die Spitze getrieben wird diese Herangehensweise mit dem Hornbach “Herrenzimmer” . Schon der Untertitel der Microsite “ein Hornbach Original” spielt auf die beliebten Web-Serien von Netflix und Amazon an. So finden sich auch insgesamt fünf “Folgen” in Form aufwändig produzierter Videos im Herrenzimmer. Jede davon behandelt ein nicht ganz alltägliches Heimwerker-Projekt wie den Hover-Sessel oder den Waldlauf-Simulator. Der Fokus liegt hier also klar auf dem Unterhaltungswert. Nichtsdestotrotz gibt es zu jedem der leicht absurden, aber äußerst männlíchen Projekte eine ausführliche Bau-Anleitung inklusive kompletter Shoppingliste für Material und Werkzeug. Natürlich mit Direktlink zum Hornbach-Shop. Ein schöner Dreh, mit dem Hornbach ganz nebenbei die Vielseitigkeit seines Sortiments beweist.

Und für Hornbach ist Content Marketing mehr als ein reines Online-Ding: Crossmediale Wege geht die Baumarktkette mit dem Magazin “Macher”. Über das gedruckte Kundenmagazin haben wir hier bereits berichtet.

Link 2: Infoportal zu Reise-Impfungen

Mit einem sehr konkreten Nutzen versehen, ist die Content-Marketing-Maßnahme des Pharma-Unternehmens GlaxoSmithKline. Für das Online-Portal fit-for-travel.de bereitet eine neutrale Redaktion die aktuellen Empfehlungen und Informationen der Deutschen Tropenmedizinischen Gesellschaft (DTG), der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nutzerfreundlich und informativ auf. Über das Design lässt sich streiten, aber auf die Usability wurde sehr viel Wert gelegt: Dank übersichtlicher Einstiege und Filter-Möglichkeiten findet hier jede Zielgruppe schnell und einfach die gesuchten Informationen. So entsteht ein deutlicher Mehrwert.

GSK präsentiert sich damit als hilfreicher Berater in medizinischen Fragen. Das Unternehmen unterstreicht damit seinen Anspruch, integer und patientenorientiert zu handeln.

Link 3: Rundum-Service vom Webhoster

Sie glauben, Content Marketing lässt sich nur mit riesigen Budgets erfolgreich betreiben? Weit gefehlt: Ein schönes Beispiel aus dem B2B-Bereich findet sich beim Webhosting-Anbieter Mittwald: Im Unternehmen hat man sich offensichtlich Gedanken gemacht, wer die Zielgruppe ist, und so werden die Leser im hauseigenen Blog mit allerlei hilfreichen Tipps rund um die Website-Betreuung versorgt: Von Informationen zu aktuellen Google-Updates über hilfreiche Tipps zu WordPress-Plugins bis zu Marketing-Infos.

Ein weiteres Highlight ist der CMS Campus: Eine gut aufbereitete Wissenssammlung über die von Mittwald betreuten Content-Management-Systeme. Hier stellt Mittwald das geballte Wissen des Unternehmens zur Verfügung: Übersichtlich aufbereitet – und filterbar nach jeweiligem System und Art der Inhalte. Auf diese Weise gelingt es Mittwald, vorhandenen Content optimal für Content-Marketing-Zwecke zu nutzen: Mit vergleichsweise geringem Aufwand werden hier viele Kunden glücklich gemacht.

Einziger Wermutstropfen: Der CMS Campus ist leider nicht über die Hauptnavigation verlinkt und daher relativ schwer zu finden.

Link 4: Ein weniger gelungenes Beispiel: Das Travel-Sammelsurium der TUI-Gruppe

Auf den ersten Blick wirkt die Herangehensweise ähnlich wie beim vorherigen Beispiel Mittwald: Bestehende Inhalte werden auf einer Plattform gebündelt und mit Filtern versehen. Die Frage ist nur: Wozu?

Der Verantwortliche bei TUI erklärt den Sinn des Portals so: “Mit Travel.me schaffen wir eine gemeinsame Heimat für alle Konzerninhalte und zeigen die vielen Facetten der Marke TUI” . Und genau hier ist TUI leider ein Fehler unterlaufen, meint auch Christian Buggisch in seinem cpwissen-Beitrag “Dieses schwierige Content Marketing”. Die Zielsetzung erfolgte aus der Innensicht des Unternehmens heraus. Daher bleibt der praktische Nutzen für den Leser aus.

Eine Idee in Richtung “Reise-Inspiration nach Interessen finden” lässt sich an den vorhandenen Filtern erahnen. Aber diese Idee scheitert an den Usability-Schwächen des Portals: Die Filter sind kaum zu finden und die Inhalte dahinter sind nicht sauber verschlagwortet. Schade!

Fazit

Am Ende lassen sich die Erkenntnisse in einem alten Spruch zusammenfassen: “Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!” Also machen Sie Content Marketing mit Inhalten, die Ihre Kunden wirklich interessieren. Achten Sie dabei unbedingt auf die Usability.

Blitz

Blitz

verantwortet als Online Marketing Managerin die Unternehmenswebsites und managed von Social Media bis Content alles Visuelle, Textliches und Strategisches.

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