10 Tipps, um Ihr Tourismusziel in die Medien zu bringen

Tourismusziel in den Medien platzieren.
Foto: djd/Unsplash Markus Spiske
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Jede Tourismus-Region hat Kirchen, Denkmäler und Radfahrwege. Doch damit begeistern Sie als Kommunikationsverantwortlicher die Medien kaum. Gefragt ist das Besondere. Wir verraten Ihnen, wie Sie aus Ihrem Tourismusziel echte Highlights herauskitzeln.

Ihr Tourismusziel in Deutschland auf einem umkämpften Markt

Reise-Destinationen stehen hierzulande unter einem enormen Wettbewerbsdruck. Sie kämpfen um die Gunst von inzwischen knapp einer halben Milliarde Menschen, die pro Jahr in einem deutschen Beherbergungsbetrieb übernachten. Hinzu kommen unzählige Kurzbesucher, die hier und da mal Station machen und vielfach ihr Geld bei der örtlichen Gastronomie lassen.

Was also tun, wenn Sie als Kommunikationsverantwortlicher einer örtlichen Touristen-Institution von diesem bedeutenden Wirtschaftskuchen mehr als nur ein paar Krümel abbekommen möchten?

Eine Möglichkeit besteht in der Präsenz auf diversen (Tourismus-)Messen oder der Kreation von besonderen Events. Einverstanden. Eine zweite Möglichkeit besteht in der Schaltung von Werbung – sei es in Print, Online oder anderen Medien. Man spricht hier von paid media. Ebenfalls plausibel. Jedoch ist die Schaltung von Anzeigen meist kostspielig. Angesichts schmaler Budgets scheidet diese Option daher für viele Tourismus-Anbieter aus.

Mit attraktivem Content die Printmedien erobern

Bleibt ein dritter Weg: die breite Streuung von Presse-Informationen. Und zwar nicht teuer über Werbung eingekauft, sondern bei den Printmedien durch guten, attraktiven Inhalt redlich verdient (earned media). Großer Vorteil einer solchen Content-Marketing-Strategie: Sie erfordert praktisch keine Werbebudgets und ist somit für mittelständische Unternehmen interessant. Allerdings setzt sie voraus, dass es Ihnen gelingt, Ihr Tourismusziel so attraktiv darzustellen, dass die zuständigen Redakteure den Artikel gerne abdrucken.

Damit tun sich viele Tourismus-Institutionen recht schwer: Für sie ist der heimische Berg der schönste, die umliegenden Wanderwege die längsten und das örtliche Stadtfest nicht zu toppen. Und das soll genau so in jedem Artikel groß und breit drinstehen. Faktisch tendieren die Abdruck-Chancen bei dieser Vorgehensweise gegen Null.

Bedenken Sie: In Deutschland gibt es rund 220 Radfernwege, ein Radwegenetz von 50.000 Kilometern, 200.000 Kilometer befestigte Wanderwege mit allein 220 namentlich benannten Touren, 20.000 kulturhistorische Gebäude wie Schlösser, Burgen und Ruinen, 50.000 Kirchen, 6.000 Museen – und unzählige Feste. Mit anderen Worten: Die Tourismusbranche erstickt förmlich in einem Überangebot. Die alleinige Beschreibung derartiger „Attraktionen“ reicht daher in aller Regel nicht aus, um den Print-Redakteur für Ihren Artikel zu begeistern. Gefragt ist das gewisse Etwas, das, was nur Ihr Tourismusziel zu bieten hat.

10 Tipps für das gewisse Extra Ihres Tourismuszieles

„So etwas haben wir nicht“, denken Sie jetzt vielleicht. Doch genau das glauben wir von djd nicht! Mag sein, dass Ihr Tourismusziel nicht zu den aktuellen Top10 Hot-Spots der Nation zählt. Dennoch sind wir überzeugt, dass sich aus nahezu jeder Reisedestination ein medienwirksames Alleinstellungsmerkmal herauskitzeln lässt. Sie müssen nur wissen, wo und wie. Wir haben Ihnen mal 10 mögliche Fundstellen zusammengestellt:

  1. Gibt es spannende Geschichten um bzw. über Ihre Burg, Ihr Schloss? Forschen Sie in den Archiven nach. Storytelling ist immer eine hervorragende Möglichkeit, Ihren Reiseort spannend einzurahmen.
  2. Gibt es in der Stadt(-geschichte/-architektur) einen roten Faden, den es sich zu erzählen lohnt?
  3. Haben Sie aussterbende Manufakturen, wo der Besucher möglicherweise noch die Herstellung eines Produktes live miterleben kann?
  4. Lebt in Ihrem Badesee möglicherweise eine seltene Fischart oder ist dort vielleicht die größte Ansammlung an Strandkörben in Ihrem Bundesland zu finden?
  5. Gibt es vor Ort besondere Lokalitäten für eine Hochzeit (z. B. in einer Windmühle oder in einem Stelzenhaus auf einem See für ungestörte Flitterwochen)? Hintergrund: Themen und Tipps rund um Hochzeit sind bei Printredakteuren immer heiß begehrt.
  6. Gibt es bei Ihnen nicht nur zahllose Radwanderwege, sondern auch ein organisiertes Netz von Pannenhelfern oder Fahrraddoktoren?
  7. Haben in Ihrem Ort berühmte Dichter, Maler oder Musiker Station gemacht (erinnert eine Veranstaltung daran, gibt es ein Jubiläum)?
  8. Gibt es im örtlichen Zoo seltenen Nachwuchs oder sonstige Kuriositäten (denken Sie an tierische Medienstars wie einst der Berliner Eisbär „Knut“)?
  9. Lässt sich aus den örtlichen Freizeit-/Erlebniswelten etwas Besonderes kreieren (z.B. das höchste, steilste oder schnellste Fahrgeschäft, die längste oder kurvenreichste Rutsche, etc.)?
  10. Gibt es kulinarische Besonderheiten (Stadt der Frischfischspezialitäten/Veganer/Burger)?

Konzentrieren Sie sich auf das gewisse Extra Ihres Tourismuszieles!

Sie merken: Mit ein wenig Kreativität gibt es vielfältige Möglichkeiten, um Ihrem Tourismusziel eine medienwirksame Besonderheit zu entlocken. Wichtig dabei: Wenn Sie einen oder mehrere Merkmale gefunden haben, stellen Sie diese in den Mittelpunkt Ihrer redaktionellen Beiträge. In Nebensätzen oder Infokästen kommen dann Museen, Feste, Rad- und Wanderwege zur Sprache, die Ihr Alleinstellungsmerkmal zu einem Gesamtpaket abrunden. Denken Sie daran: Ein Grundprogramm bekommt Ihre Zielgruppe nahezu überall geboten, das „i“-Tüpfelchen gibt den Ausschlag, sowohl für den Printabdruck als auch für eine Buchung.

Thomas Ollmert

Thomas Ollmert

verantwortet den Bereich Medienkooperation.

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