Information oder Emotion? Tipps zur richtigen Bildauswahl

Die Bildauswahl im Content Marketing
Foto: djd/thx
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Bilder spielen im Content Marketing eine wichtige Rolle. Doch welche Funktion hat ein Bildmotiv im Zusammenhang mit dem Text? Wann ist eine eher sachliche Darstellung, wann die emotionale Ansprache besser? Wir zeigen an Beispielen auf, wie die Bildauswahl wirksam Ihre Kampagne unterstützt.

Ohne passende Fotos, Grafiken und Web-Videos läuft wenig im Content Marketing für Verbraucher. Für uns von djd ist es daher tägliche Aufgabe, Text und Bild optimal aufeinander und auf die Zielgruppe abzustimmen, um so für unsere Kunden die erwünschten Publikationserfolge erreichen. Dabei kommt insbesondere dem Verhältnis zwischen Emotion und Information eine entscheidende Bedeutung zu, wie wir Ihnen anhand der folgenden Praxisbeispiele zeigen möchten:

Bildauswahl 1: Das Bild zum Produkt

Dies ist der Klassiker der Verbraucher-PR und die bei den meisten Kommunikationsverantwortlichen wohl beliebteste Bild-Variante: Das Produkt groß im Bild und im Einsatz. Das obige Bildbeispiel zeigt, welche besondere Einsatzmöglichkeit das Gerät bietet. Dabei ist das Foto so konzipiert, dass die Content-Marketing-Botschaft ohne Text ankommt.

Doch Achtung: Solche reinen Produktbilder funktionieren nur, wenn die abgebildete Situation redaktionell interessant ist. Sei es, weil das Produkt besonders spannend ist oder weil die Redaktionen Motive zum Themengebiet suchen – wie hier für den Bereich „Garten“. Oder anders ausgedrückt: Mit einem Bild, bei dem Ihr Produkt einfach nur mit gut sichtbarem Firmenemblem vor die Kameralinse gehalten wird, können Sie sicherlich Ihre Firmenbroschüre bestücken. Bei einem Zeitungs- oder Zeitschriftenredakteur hingegen wird dies kaum auf Gegenliebe stoßen.

Bildauswahl 2: Bild mit Fakten für die Zielgruppe

Auch dieses Beispiel ist eine im Content Marketing äußerst beliebte Variante: Bild wird mit Grafik kombiniert. Ausgangspunkt ist ein massenattraktives Thema: Wann in Rente gehen? Viele, insbesondere aus der mächtigen Zielgruppe der 40- bis 60-jährigen, machen sich hierüber Gedanken.

Redaktionell aufgeladen (und damit mehrwertig) wird das Ganze durch eine speziell durchgeführte Umfrage. Deren Daten werden als Balken-Diagramm mit eingebautem Text optisch aufbereitet, sodass die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick erkennbar sind. Das hinterlegte Foto dient schließlich der optischen Verstärkung des Themas.

Bildauswahl 3: Reale Motive für emotionale Entscheidungen

Für manche Branchen spielen Bilder eine ganz besondere, entscheidende Rolle. Die Tourismus-Industrie ist eine solche Branche. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, Informationen zum Reiseziel abzubilden. Bilder vom Urlaub leben auch und ganz entscheidend von ihrer emotionalen Wirkung, der Atmosphäre, die sie ausstrahlen. Der Betrachter sollte spontan denken: „Dort möchte ich hin!“

Im obigen Beispiel wird keine besondere Sehenswürdigkeit gezeigt, sondern das Thema „Natur im Herbst und in der Region“ sehr ansprechend abgebildet. Da fühlen sich etwa Wanderer angesprochen, die kein Interesse am Massentourismus haben. Zusammen mit der Headline „Indian Summer“ weckt diese Veröffentlichung bei ihnen Interesse für ein Ziel, das sie vielleicht bisher noch nicht kannten.

Bildauswahl 4: Bilder als rein emotionale Ergänzung zum Thema

Oft muss das Bild nichts mit dem Produkt zu tun haben, auf das der Text dann hinführt. Grund: Nicht alle Themen lassen sich wirklich sinnvoll fotografieren. In solchen Fällen ist die Konzentration auf die Zielgruppe das wesentliche Kriterium für die Bildauswahl: Was spricht an und weckt deren Interesse?

Gefragt sind dann also Motive, die emotional zur Zielgruppe und zum Thema passen. Das obige Foto lässt zum Beispiel nicht auf den ersten Blick erkennen, dass es hier um Nahrungsergänzung geht. Aber eine Frau im passenden Alter, die sich sichtlich wohlfühlt, schafft Identifikation. Und Hunde lösen zudem bei vielen eine sehr positive Emotion aus.

Fazit

Es gibt nicht eine generelle Empfehlung für die Bildauswahl. Fast immer gilt jedoch: Ein Content-Marketing-Artikel mit Foto braucht beides – Information und Emotion. Allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung.

Dr. Enno Müller

Dr. Enno Müller

ist seit über 30 Jahren in geschäftsführenden Funktionen innerhalb der Medienbranche tätig (Online, Print und TV) mit Schwerpunkt auf den Gebieten Content und Business Development. Seit 2014 ist Enno Müller Inhaber und Geschäftsführer der djd.

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